Archiv für November 2012

Kritische Selbstreflexion!

Stalin-Kritiker*innen halten Transpi mit dem Slogan Aus gegebenem Anlass dokumentieren wir an dieser Stelle die Aktion und Stellungnahme am Rande der LL(L)-Demonstration Anfang 2012, die sich aus einem emanzipatorischen Verständnis einer befreiten Gesellschaft heraus gegen Maoismus und Stalinkult richtete. (mehr…)

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Rosa&Karl – Gedenken in der Krise!

Für den 13. Januar 2013 ruft das Bündnis Rosa&Karl zu einer eigenen Demonstration unter dem Motto „Gedenken in der Krise“ in Berlin auf. Das Bündnis wird bisher getragen vom Bundesverband der Falken, dem Bundesverband der DGBjugend, der NFJ, den Jusos Berlin, Hashomer Hatzair, den JungdemokratInnen Berlin und dem Bundesverband der Linksjugend [’solid].

http://rosaundkarl.blogsport.de

Banner des Rosa und Karl - Bündnis

Auszug aus dem Aufruf:
[…]
In der Vergangenheit sind viele Versuche sozialistische Ideen umzusetzen gescheitert. Nicht nur durch blutige Niederlagen wie die des Spartakusaufstands, sondern auch dadurch, dass ihr fortschrittlicher Gehalt in brutalen Diktaturen und repressiven Systemen ein Ende gefunden hat. Die Namen Stalin, Mao, Ho-Chi-Minh und Honecker stehen stellvertretend für dieses Scheitern.

Das traditionelle Gedenken an Rosa und Karl in Form der LL(L)-Demonstration stellt heute leider einen traurigen Ausdruck dieser Form des Scheiterns dar. Unwidersprochen werden Jahr für Jahr Stalin-Banner geführt, Weisheiten des großen Vorsitzenden Mao Zedongs zitiert und DDR-Fahnen geschwenkt. Kritik wird nicht entgegengenommen, sondern mit körperlicher Gewalt beantwortet. Wir bestreiten, dass solche menschenverachtende Ideologien etwas mit den Ideen von Rosa und Karl zu tun haben und haben die Hoffnung verloren, dass diese Aufstellung des Gedenkens noch von innen reformiert werden kann.

Wenn wir an die Ideen von Rosa und Karl anknüpfen und für ein freies und selbstbestimmtes Leben auf die Straße gehen, so tun wir das als Bündnis emanzipatorischer Jugendverbände und Gruppen. Wir haben die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen, sondern schreiten fragend voran. Wir wehren uns gegen jeden Dogmatismus und die Verherrlichung von Verbrechen begangen von sogenannten Linken und im Namen „der guten und wahren Sache“. Wir wehren uns gegen eine „Freund-Feind“-Logik, denn die Welt in der wir leben ist nicht schwarz- weiß, sondern bunt.
[…]
http://rosaundkarl.blogsport.de/aufruf/

Das Problem heißt (immer noch) Rassismus

bgr

Es ist nun ein Jahr her, dass die Terrorzelle NSU aufgeflogen ist. Doch weder Neonazis, noch Rassismus konnten aus der Gesellschaft zurückgedrängt werden. Gerade in diesem Moment sitzen Asylbewerber*innen vor dem Brandenburger Tor und hungern bei Kälte gegen die rassistische Residenzpflicht, die immer noch in deutschen Gesetzen verankert ist. Nicht nur dass es notwendig ist zum Hungerstreik zu greifen, um auf den Rassismus der Institutionen aufmerksam zu machen, sondern auch das massive Einschreiten der Staatsgewalt in Form von Polizist*innen zeugt von einem staatlich verankerten Rassismus. Einige Menschen wollen diesen allerdings immer noch nicht wahr haben.

Am 4.11. ruft deshalb das Bündnis gegen Rassismus zu einer Demonstration auf.

Das Bündnis gegen Rassismus in Berlin ruft für den 4. November zum Gedenken an die Ermordeten des NSU auf. Die Demonstration findet im Rahmen des bundesweiten Aktionstages “Das Problem heisst Rassismus” statt. Die Auftaktkundgebung findet um 14 Uhr am Oranienplatz auf dem Refugees Protestcamp statt.

Wir Fordern:

Kontinuierliche und kritische Auseinandersetzung mit Rassismus in all seinen Facetten in Politik, Alltag und Institutionen!

Alltagsrassismus und institutionellen Rassismus nicht an den “rechten Rand” zu verschieben, sondern endlich konsequent da zu bekämpfen, wo er vorkommt – in der Mitte der Gesellschaft!

Abschaffung des Verfassungsschutzes!

Abschaffung aller ausgrenzenden Gesetze! Ein menschenwürdiges Bleiberecht! Partizipationsrechte, gleichberechtigt und selbstbestimmt für alle in Deutschland Lebenden!

Schluss mit der diffamierenden und kriminalisierenden „Integrationsdebatte“!

Schluss mit der rassistischen „Vermisst“-Kampagne von staatlichen Institutionen

Eine rassismusfreie, gerechte, emanzipierte und solidarische Gesellschaft!

Mobivideo: