Film: Work Hard – Play Hard

Am Montag, den 22. April um 21:00 schauen wir den arbeitskritischen Film „Work Hard – Play Hard“. Dazu sind alle herzlich eingeladen!

Die Dokumentation aus dem Jahr 2011 zeigt, wie der Mensch in der modernen Arbeitswelt zunehmend zur Ressource wird, die jederzeit bedingungslos zur Verfügung steht und die es ständig zu optimieren gilt. „Human Ressource Management“ löst die Grenzen zwischen (Erwerbs-)Arbeit und dem „restlichen Leben“ auf und schafft aufopferungsvolle Mitarbeiter*innen, deren persönliche Interessen mehr und mehr denen des Arbeitgebers entsprechen (müssen).

Los gehts am Montag um 21:00 im Café Ernesto, Mainzer Straße 22 (Neukölln – U8 Boddinstraße).

Das Streben nach Gewinnmaximierung und grenzenlosem Wachstum hat die Ressource Mensch entdeckt. So bedeutet in der modernen Dienstleistungsgesellschaft die Optimierung eines Betriebes die Optimierung der Mitarbeiter. Die Grenzen zwischen Arbeit und Lifestyle sollen verschwinden, damit die Arbeit attraktiver wirkt und auch nach Dienstschluss weitergeht. Bei Auswahl, Motivation und Training der Mitarbeiter von morgen wird nichts dem Zufall überlassen. Permanente Selbstoptimierung steht auf dem Programm.
Wie schafft man diese ständige Optimierungsarbeit, wie wird man ein „zukunftsfähiger Mensch“, wie wird man hochleistungstauglich gemacht und wie lässt sich totale Einsatzbereitschaft abrufen?

Der Erfolg einer Firma hängt von der Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft ihrer Mitarbeiter ab. Heute bedeutet die Sanierung eines Betriebs die Sanierung der Mitarbeiter. Human Ressource Management und moderne Büroarchitektur reichen sich die Hand.

Filmemacherin Carmen Losmann heftet sich an die Fersen einer High-Tech-Arbeiterschaft, die hochmobil und leidenschaftlich ihre Arbeit zum Leben machen soll. In dieser Welt wird eine eigene Sprache gesprochen. Von non-territorialen Office Spaces ist die Rede, von multimobilen Knowledge-Workern, die taskorientiert performen. Doch das Wort Burn-out kommt im Film nicht vor, das die Kehrseite der Medaille der neuen schönen Arbeitswelt ziert.

Kritiken zum Film gab es unter anderem in der Jungle World, Süddeutschen, TAZ und FAZ.


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