Archiv für November 2013

Die Angst vor‘m schwarzen Dealer

Bahnt sich eine Sensation in der Drogenpolitik an? Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hat die Zulassung eines Coffee-Shops zum legalen Verkauf von Marijuana beschlossen, nachdem die CDU die Tagung verlassen hatte. Zwar muss das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte noch sein Okay geben, was ungewiss ist, und auch der Senat arbeitet gegen das Projekt, aber der politische Wille ist augenscheinlich da.

Aber wer sich nun freut, dass die verheerernden Folgen staatlicher Bevormundungspolitik über den Konsum von Rauschmitteln augenscheinlich zu einem Umdenken geführt hat, täuscht sich. Die Motivation hinter diesem Schritt zur Legalisierung von Cannabis ist es nicht, der Zerstörung von Existenzen durch Gefängnisstrafen für Drogendelikte Einhalt zu gebieten oder Konsument*innen günstig qualititativ hochwertige und weitestgehende sichere Drogen zu gewährleisten, um etwa Vergiftungen durch Streckmittel zu verhindern.
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25. November, Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Der 25. November als „Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen“ wurde 1981 am ersten lateinamerikanischen Frauenkongress proklamiert. Dies geschah im Gedenken an die Schwestern Patria, Minerva und Maria Teresa Mirabal, die an diesem Tag im Jahr 1960 wegen ihres Widerstandes gegen den dominikanischen Diktator Trujillo vom Geheimdienst ermordet wurden. Seit 1991 gibt es ausgehend von diesem Tag die „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“, die mit dem Tag der Menschenrechte am 10. Dezember enden.
Überall auf der Welt finden in diesem Zeitraum verschiedenste Aktionen und Veranstaltungen statt, die auf den Kampf der Frauen gegen alle Formen der Gewalt aufmerksam machen und ihn unterstützen.
Der 25. November selbst soll Bewusstsein dafür schaffen, dass die verschiedenen Formen von Gewalt, denen Frauen auf der ganzen Welt tagtäglich ausgesetzt sind, keine Privatsache sind, sondern ein gesellschaftliches Problem darstellen, welches uns alle etwas angeht.
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