cosmonautilus http://cosmonautilus.blogsport.de Mon, 24 Feb 2020 16:12:27 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Märkischer Sand statt Amerikanische Elektro-Autos: Der Protest gegen Teslas Gigafactory http://cosmonautilus.blogsport.de/2020/02/24/maerkischer-sand-statt-amerikanische-elektro-autos-der-protest-gegen-teslas-gigafactory/ http://cosmonautilus.blogsport.de/2020/02/24/maerkischer-sand-statt-amerikanische-elektro-autos-der-protest-gegen-teslas-gigafactory/#comments Mon, 24 Feb 2020 12:26:58 +0000 cosmonautilus Kritik Stadt- und Wohnungspolitik Arbeit, Kapitalismus & Krise http://cosmonautilus.blogsport.de/2020/02/24/maerkischer-sand-statt-amerikanische-elektro-autos-der-protest-gegen-teslas-gigafactory/ Protest gegen Tesla in Grünheide: Ami go Home!

Anwohnende protestieren gegen Bauvorhaben in ihrer Umgebung, weil alles so bleiben soll wie es schon immer war. Not-in-my-backyard (NIMBY)-Bürgerinitiativen gründen sich und erfahren Aufmerksamkeit bei rechten Wutbürger*innen und organisierten Neonazis. Der Schutz von Umwelt und Heimat wird über den des Klimas und solidarischen Zusammenlebens gestellt. Soweit nichts Neues in der (ostdeutschen) Provinz und keiner weiteren Rede wert, würden sich diesmal unter dem Deckmantel des Antikapitalismus und Klimaschutzes nicht auch Linke dem Protest anschließen und damit regressiven Anliegen Vorschub leisten.

Seit der US-amerikanische Elektroautohersteller Tesla angekündigt hat ein neues Werk im brandenburgischen Grünheide zu errichten, regt sich Protest gegen diese Pläne. Zwar treibt das Anliegen quantitativ nur wenige Menschen auf die Straße, Sichtbarkeit ist ihnen angesichts der öffentlichen Aufmerksamkeit und Euphorie rund um die Standortentscheidung jedoch Gewiss. Die örtliche Bürgerinitiative setzte ihre Kundgebungen zwar zwischenzeitlich aus Angst vor rechter Unterwanderung aus, am letzten Samstag ging sie aber erneut mit 150 Menschen gegen die Konzernpläne auf die Straße.

Inzwischen haben sich auch linke Gruppen den Protesten angeschlossen: Nicht nur einzelne Aktivistinnen wie die „Baumpiratinnen“, die wiederholt Bäume auf dem Grundstück besetzt haben (solidarisch unterstützt von den Aktivist*innen aus dem Hambacher Forst, die aus eigener Erfahrung eigentlich wissen müssten, wie ein Wald tatsächlich aussieht), sondern auch große Gruppen und Bündnisse wie die IL und Ende Gelände haben ihre Solidarität mit den Protesten der Anwohner*innen bekundet und zur Beteiligung aufgerufen. Doch es drängt sich die Frage auf: Warum protestieren Linke gerade jetzt und bei dieser Gelegenheit – und vor allem an der Seite von rechten Kräften? Schließlich erfahren andere große Industrieansiedlungen im Berliner Speckgürtel kaum Aufmerksamkeit dieser Art. Was ist das Spezifikum des Protests gegen die Tesla-Ansiedlung?

Gerechtfertigt wird die Unterstützung der Proteste von Links mit dem Schutz des Waldes und Klimas, undemokratischen Prozessen und antikapitalistischen Argumenten. Und tatsächlich: Automobile Individualmobilität und eine klimafreundliche Verkehrswende passen so gut zusammen wie Ökostrom zu einem Kohlekonzern oder ein Fahrrad auf eine deutsche Autobahn. Erst recht, wenn es um SUV‘s geht, die Tesla in seiner Gigafactory in Grünheide produzieren will. Auch ist Tesla natürlich ein kapitalistisches Unternehmen, welches sich – für deutsche Verhältnisse – sogar in besonderem Maße durch schlechte, unsichere Arbeitsbedingungen und Gewerkschaftsfeindlichkeit auszeichnet. Tesla-Gründer Elon Musk ist nicht nur als visionärer Vordenker mit ernsthaftem Interesse an technologischem Fortschritt zum Wohle der – wie auch immer definierten – Menschheit bekannt, sondern auch als neoliberaler Apologet und nahezu tyrannischer Manager, der seine Mitarbeiter*innen auf ihre Arbeitskraft reduziert und diese scheinbar nach Lust und Laune feuert, wenn sie nicht seinen Erwartungen entsprechen. Ein rationaler Kapitalist eben.

Das Problem: Die Kundgebungen gegen Tesla richten sich nicht gegen den Klimawandel oder gegen Arbeitsbedingungen im Kapitalismus, sondern im Gegenteil: Sie propagieren „Umweltschutz statt Klimawahn“ und benennen einen kapitalistischen Einzelvertreter als Sünder, ohne sich für das Gesamtsystem zu interessieren. Aber zunächst zu einigen Einzelaspekten der Proteste.

Der ökologische Wert brandenburger Kiefern-Monokulturen und die Wasserfrage

Da wäre als erstes noch einmal der Witz mit dem „Wald“ – er kann nicht oft genug wiederholt werden. Brandenburger Böden gehören verbreitet zu den verärmtesten in Deutschland – Biodiversität ist hier Fehlanzeige. Gerade einmal ein paar Kiefern wachsen gern auf den eiszeitlichen Sedimenten und seit jeher wird dieser Umstand zur forstwirtschaftlichen Holzgewinnung genutzt. Die Nadelbäume werden hier gepflanzt, um sie ein paar Jahrzehnte später wieder zu ernten und das Holz zu nutzen. Wer einen solchen kargen Forst schon einmal von innen gesehen hat, kennt die unterholzfreie Streuschicht, die für Tiere und Pflanzen in etwa so unattraktiv ist wie der Forst für einen aufregenden, abwechslungsreichen Waldspaziergang. Auf der zur Zeit diskutieren Fläche wurden die Kiefern zuletzt vor 20 Jahren geerntet – um Platz für das damals hier geplante, aber nie umgesetzte BMW-Werk zu schaffen. Tesla hat sich verpflichtet, durch das Land bereitgestellte Flächen von insgesamt dreifacher Größe mit hochwertigerem Mischwald neu zu bepflanzen – wahrscheinlich wird jeder Hektar dort eine höhere Biodiversität entwickeln als der bisherige Nutzforst auf dem gesamten Tesla-Grundstück. Selbst unter Umweltverbänden ist der ökologische Wert umstritten, einige begrüßen die Ausgleichsmaßnahmen als ökologischen Mehrwert. Diesen Acker mit Nadelholzbewuchs, landläufig auch „Kiefernplantage“ genannt, als Wald mit ökologischem Wert zu bezeichnen, spottet jedem ernstzunehmendem Umweltschutz.

Bleibt noch die Trinkwasserfrage. In der letzten Umweltverträglichkeitsprüfung gab Tesla einen maximalen Wasserverbrauch von 372 Kubikmetern Wasser pro Stunde an, eine enorme Menge, die angesichts der sich mit dem Klimawandel zunehmend anspannenden Grundwasserlage in der Region Versorgungsfragen aufwirft. Immerhin waren die vergangenen zwei Jahre so trocken, dass ein anhaltender Netto-Grundwasserverlust zu verzeichnen war, der sich zukünftig mit zunehmender Trockenheit im Zuge des Klimawandels weiter verschärfen wird. Früher oder später ist daher zu erwarten, dass die Wasserversorgung des gesamten Großraums Berlin neu gedacht werden muss. Warum eine neue große Gewerbeansiedlung hier nun zu einer fundamentalen Verschärfung der Situation beiträgt, steht jedoch in den Sternen. Inzwischen wird der Verbrauch nur noch mit 243 Kubikmetern Wasser pro Stunde angegeben, was stündlich etwa 1.200 vollen Badewannen oder dem Wasserverbrauch von 70.000 Menschen in der Umgebung entspricht – insgesamt wohl eher eine Herausforderung für den örtlichen Wasserversorger als für die regionale Hydrogeologie in einem Großraum mit mehr als 4,5 Millionen Menschen. Auch die befürchteten Belastungen durch die Lage am Rande eines Trinkwasserschutzgebiets lassen sich ohne Weiteres unabhängig kontrollieren und im Zweifelsfall sanktionieren.

(Un)demokratische Standortentscheidungen und die Beteiligungsfrage

Ein weiteres zentrales Argument: Die Standortentscheidung sei undemokratisch gefällt worden und mit den Rodungen schaffe der Konzern bereits vor Abschluss des Baugenehmigungsverfahrens unumkehrbare Tatsachen. Ausweisung und Diskussion solcher Ansiedlungen gehören zum kommunalen Aufgabenbereich. Auf dieser Ebene werden auch die öffentlichen Beteiligungsverfahren durchgeführt, die üblicherweise fast niemanden interessieren. Das neue Tesla-Werk soll auf einer Fläche entstehen, die bereits als Industriegebiet ausgewiesen ist – der „Bebauungsplan Nr. 13 ‚Freienbrink Nord‘“ wurde mit allen baurechtlichen Beteiligungsschritten im Jahr 2001 aufgestellt – damals mit dem Ziel der Ansiedlung des bereits erwähnten BMW-Werks.

Zurecht wird Planungsprozessen immer wieder vorgeworfen, die Öffentlichkeit und Betroffene nur scheinbar zu beteiligen, da der Planungsrahmen bereits feststeht und sich die Beteiligung auf kosmetische Design- und Detailfragen beschränkt. Während diese Debatten in Stadtentwicklungskontexten eine hohe Relevanz für die demokratische Mitgestaltung der Lebenswelt nach den Bedürfnissen der Gesellschaft entfalten, dürfte es deutlich schwieriger zu begründen sein, warum diese Frage für eine risikoarme Industrieansiedlung an einer Autobahn mitten im Wald – einen Kilometer vom nächsten Siedlungsgebiet entfernt und mit nur geringen erwarteten Auswirkungen für Anwohnende, Umwelt und andere Schutzgüter – entscheidend sein sollte.

Stattdessen wird das Problem am gegenwärtig verbreiteten Verständnis von „Bürgerbeteiligung“ auch an diesem Beispiel wieder sichtbar: In einer am Wohl ihrer verschiedenen Mitglieder orientierten, fortschrittlichen Gesellschaft ist es eine erhebliche und heute nicht ansatzweise erfolgreiche Herausforderung, konkrete Planungsverfahren und Bauvorhaben „demokratisch“ mitzubestimmen und gesellschaftlich zu legitimieren. Bürgerinitiativen gelingt es zwar im öffentlichen Diskurs, eine signifikante Sichtbarkeit für ein bestimmtes Interesse zu mobilisieren, oft beschränken sie sich jedoch auf die Verhinderung von Maßnahmen, die ihnen aus verschiedenen, nicht immer evidenzbasierten Gründen nicht passen, ohne im konkreten Fall übergeordnete gesellschaftliche Interessen gelten zu lassen. Ganz zu schweigen von gesellschaftlichen Machtverhältnissen, die grundsätzlich vorbestimmen, welche Interessen artikuliert werden können, gehört werden und schließlich in Entscheidungen und Umsetzungen einfließen.

Beteiligung wird heute meist als partikulare Mitbestimmung ausgelegt, wo es eigentlich darum gehen müsste, einen übergeordneten Fahrplan für zukünftige Entwicklungen auf regionalen und höheren Ebenen zu diskutieren. Das dahinter stehende „Demokratieverständnis“ dürfte gegenwärtig deutlich gefährlicher für eine erfolgreiche Energie- und Verkehrswende sein als unternehmerische Entscheidungen in der Automobilindustrie – wie die aktuellen Klassiker solcher NIMBY-Initiativen klarmachen: Windkraftanlagen oder auch Strom- und Bahntrassen werden nicht nur durch fehlenden politischen Rückhalt ausgebremst, sondern scheitern immer häufiger am übereifrigen Aufgreifen populistischer und der am lautesten artikulierten lokalen Forderungen. Dabei zeigt gerade die Debatte um Klimawandel und Energiewende, welche drängenden, vielleicht existenziellen Fragen derzeit gesellschaftlich zu klären wären, beispielsweise: Mit welchen Energieträgern decken wir den Energiebedarf der Zukunft? Wie organisieren wir Mobilität? Oder schließlich auch: Mit welchen Zielen möchten wir eigentlich wirtschaften, wem kommen die Profite und Güter zu Gute und wem gehören die Produktionsmittel? Beteiligung muss auch Antworten auf solche Fragen finden, eine gerechte lokale Umsetzung ermöglichen und damit zum Fortschritt der Gesellschaft beitragen. In ihrem derzeitigen Verständnis verhindert sie diesen eher.

Es geht (nicht) ums Ganze – Tesla als Gesicht des Kapitalismus

Es scheint offensichtlich, dass der Protest gegen den Elektroautokonzern von weiteren, selten offen geäußerten Motiven getrieben wird, die sich zugleich eignen, den Protest linker wie rechter Gruppen zu verknüpfen. Da wäre zum einen der (durch einzelne Demoschilder und Parolen offen bestätigte) Verdacht, dass die Ansiedlung eines großen US-amerikanischen Konzerns auch einen Antiamerikanismus weckt. Es wäre ein spannender Vergleich, welchen Protest und vor allem welche Protestbotschaften heutzutage beispielsweise ein VW-Werk an gleicher Stelle ausgelöst hätte. Darüber hinaus wird der Protest von einer technologie- und fortschrittsfeindlichen Rhetorik begleitet, die sich auch in linken Kreisen weiter großer Beliebtheit erfreut. Schade, denn am Ende unterscheidet das Teslawerk von anderen kapitalistischen Konzernansiedlungen vor allem eins: Die Gigafactory ist ein fetter Stinkefinger gegen die deutsche Automobilindustrie, die sich Innovationen zur Überwindung des Verbrennungsmotors seit jeher verweigert und sich selbst in Zeiten, in denen Klimaschutz auch innerhalb kapitalistischer Logiken als ökonomisch profitabel erscheint, als Dinosaurier der besonderen Art herausstellt.

Für die Zukunft bleibt zu hoffen, dass sich insbesondere linker Protest nicht in symbolischen Akten gegen einzelne Vertreter eines Systems verfängt, die es auf ganz anderer Ebene zu kritisieren gilt – erst recht nicht, wenn damit rechten, partikularen und rückschrittlichen Bestrebungen Vorschub geleistet wird. Die Tesla-Ansiedlung wäre ein idealer Anlass, grundsätzliche Fragen zukünftiger Gesellschaftsentwicklung und Technologienutzung oder nach Zielen und Akteuren gesellschaftlichen Wirtschaftens und Produktionsverhältnissen zu stellen. Im vorgefundenen und regressiven Rahmen märkischen Umwelt- und Heimatschutzes erscheint dies leider aussichtslos. Aber es bleibt dabei: Es geht ums Ganze! Wir wollen keine privaten E-Autos, wir wollen die ganze Gigafactory!

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Agitation & Propaganda: Unser Linkes strategisches Kartenspiel http://cosmonautilus.blogsport.de/2019/06/08/agitation-propaganda-unser-linkes-strategisches-kartenspiel-zum-freien-runterladen-spielen/ http://cosmonautilus.blogsport.de/2019/06/08/agitation-propaganda-unser-linkes-strategisches-kartenspiel-zum-freien-runterladen-spielen/#comments Sat, 08 Jun 2019 18:41:04 +0000 cosmonautilus Feminismus, Queer & Gender Antinationalismus Antirassismus Stadt- und Wohnungspolitik Law & Order Arbeit, Kapitalismus & Krise http://cosmonautilus.blogsport.de/2019/06/08/agitation-propaganda-unser-linkes-strategisches-kartenspiel-zum-freien-runterladen-spielen/ Von der eigenen Sache unverrückbar überzeugt zu sein ist linke Tradition – darüber hinaus bisweilen aber auch, den solidarischen Blick für andere linke Ansätze und Methoden zu verlieren und sich gegenüber anderen linken Ideen von Organisierung und Politik lieber abzugrenzen. Hier wollen wir ansetzen mit unserer Idee eines Kartenspiels über die linke Bewegung und den Blick über den Tellerrand der eigenen Szeneblase zu locken: Die Vielfalt und Differenzen (vermeintlich) progressiver Gruppen sichtbar zu machen, soll aber nicht nur lehrreich, sondern auch spaßig sein.


Mit Agitation und Propaganda (kurz: Agitprop) haben wir ein strategisches Kartenspiel entwickelt, das sich mit der Geschichte linker Organisationen, Bewegungen und Strömungen in der Bundesrepublik Deutschland beschäftigt. Das Spiel erzählt dabei von den Entwicklungen, Umbrüchen und Konflikten von 1945 bis heute. Ziel des Spiels ist es, ein Netzwerk verbündeter linker Gruppen aufzubauen und mit diesen die gesellschaftlichen Herausforderungen im Laufe der gnadenlos fortschreitenden Geschichte zu bewältigen. Mit dem erfolgreichen Freispielen von Geschichtskarten und dem Erreichen besonderer Organisierungsziele sammeln die Spieler*innen Revolutionspunkte, um sich am Ende an die Spitze der Revolution zu stellen und das Spiel für sich zu entscheiden. Klar, dass dabei alle gegeneinander und nur selten miteinander agi(ti)eren!

Ebenso selbstverständlich ist, dass die Gruppen und Akteur*innen dabei augenzwinkernd genug charakterisiert werden, um genug Potential für Anfeindungen, Besserwisserei und natürlich Spaltungen zu geben. Das Spiel umfasst insgesamt 200 Karten, darunter 110 mehr oder weniger linke politische und an real existierende Zusammenschlüsse angelehnte Gruppen aus Vergangenheit und Gegenwart: Angefangen bei antifaschistischen Gruppen und (wiedergegründeten) Organisationen nach der Befreiung vom Faschismus, über die 68er, Spontis und K-Gruppen, Mao- und Trotzkist*innen, Feminist*innen der zweiten und dritten Welle, Anarchos, Ökos, Autonome und Hausbesetzer*innen bis hin zu Antifas, Antideutschen, postkolonialen und postautonomen Gruppen (Aufzählung – je nach Perspektive – so unvollständig wie das Spiel selbst!).

Nach heftigen Auseinandersetzungen zwischen Öko-Anarchas und trotzkistisch unterwanderten Sozialdemokrat*innen in der letzten Runde setzt Anna nun zur finalen Agitation gegen Arthur‘s Kneipenkollektiv an. Ihr Antimilitarismus-Bündnis mobilisiert seine gesamte Kraft – getragen von der unwiderstehlichen Aktionsstärke des Anarcho-Radiosyndikats und geschützt von der ungebrochenen Überzeugung der Egalitären Tierbefreier*innen (E.T.). Doch sie hat ihre Rechnung ohne Arthur‘s Wanderjugend gemacht, die sich Arbeiterlieder singend in die Bresche wirft. Zu allem Überfluss wird ihr stärkstes Bündnis auch noch von einer Räumung gelähmt. Ahmad ist derweil der lachende Dritte und bezwingt mit seiner Szene im Alleingang den anstehenden Weltbank-Kongress. Der Weg zur Revolution ist trotzdem noch lang!

Das Spiel zum frei runterladen, ausdrucken und aussschneiden gibt‘s unter https://agitationundpropaganda.noblogs.org. Bei Bedarf gibt es auch fertig produzierte Spielesets. Viel Spaß damit!

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Antisemitismuskritik vs. Rassismuskritik? Vortrag und Diskussion mit Floris Biskamp [Update + Mitschnitt] http://cosmonautilus.blogsport.de/2018/11/29/antisemitismuskritik-vs-rassismuskritik/ http://cosmonautilus.blogsport.de/2018/11/29/antisemitismuskritik-vs-rassismuskritik/#comments Thu, 29 Nov 2018 20:48:57 +0000 cosmonautilus Veranstaltungen http://cosmonautilus.blogsport.de/2018/11/29/antisemitismuskritik-vs-rassismuskritik/

Nicht nur in der Linken besteht ein weitgehender Konsens darüber, dass sowohl Rassismus als auch Antisemitismus abzulehnen sind. Geht es um konkrete Gegenstände prallen Antisemitismuskritik und Rassismuskritik jedoch immer wieder aufeinander und geraten in politischen Konflikt. Dies gilt insbesondere, wenn es um Antisemitismus in islamischen Kontexten oder um den Nahostkonflikt geht. In ersterem Fall warnen viele Antisemitismuskritiker_innen vor einem „neuen Antisemitismus“ islamischer Prägung, während viele Rassismuskritiker_innen in solchen Warnungen selbst eine rassistische Zuschreibung sehen. Im Nahostkonflikt sehen viele Antisemitismuskritiker_innen den Überlebenskampf des Staates der Shoah-Überlebenden gegen antisemitische Feinde, während viele Rassismuskritiker_innen Kontinuitätslinien zu rassistischer Kolonialherrschaft ziehen. Im Vortrag wird es darum gehen, diese Konflikte zu rekonstruieren, sie in Beziehung zur theoretischen Rahmung zu bringen, die in Antisemitismuskritik und Rassismuskritik jeweils vorherrscht, und abschließend einen Vorschlag der Vermittlung zwischen beiden Positionen zu machen.

Floris Biskamp ist Politikwissenschaftler und Soziologe und arbeitet derzeit als Koordinator des Promotionskollegs „Rechtspopulistische Sozialpolitik und exkludierende Solidarität“ an der Universität Tübingen. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen politische Theorie, Gesellschaftstheorie, politische Ökonomie, Religionspolitik, Populismusforschung und Rassismusforschung. Zuletzt erschienen seine Dissertationsschrift „Orientalismus und demokratische Öffentlichkeit. Antimuslimischer Rassismus aus der Perspektive von postkolonialer und neuerer kritischer Theorie“ (transcript 2016) sowie der von ihm herausgegebene Sammelband „Ruck nach rechts? Rechtspopulismus, Rechtsextremismus und die Frage nach Gegenstrategien“ (Barbara Budrich 2017).

Die Veranstaltung fand statt am 13.12.2018, 19:00 Uhr im RigoRosa in Berlin-Neukölln. Ein formuliertes Manuskript zum Thema des Vortrags ist unter dem Titel „Ich sehe was, was Du nicht siehst! Über das Verhältnis von Rassismuskritik und Antisemitismuskritik“ auch auf dem Blog von Floris zu finden: Teil 1 | Teil 2 | Teil 3 (folgt demnächst)

Der Vortrag gliedert sich in drei Teile – und entgegen der üblichen Praxis ist auch die anschließende Diskussion im Mitschnitt enthalten. Hier Sprungmarken zu den Kapiteln:
Teil 1: Die theoretischen und politischen Hintergründe
Teil 2: Der Blick auf Rassismus und Antisemitismus
Teil 3: Die beiden üblich-verdächtigen Konfliktfelder
Nachfragen und Diskussion

Die Veranstaltung zum Verhältnis von Rassismuskritik und Antisemitismuskritik steht in Tradition zu einer Veranstaltung aus dem Jahr 2017, in der es unter dem Titel „Zwischen den Stühlen. Gegen Antisemitismus und für Feminismus: Zu einem schwierigen Verhältnis in Theorie und Szene-Praxis“ schon einmal um ein ähnlich schwieriges linkes Spannungsverhältnis ging: Um antisemitische Ideologie in feministischen Kontexten, aber auch um Sexismus in Zusammenhängen, die sich gegen Antizionismus und Antisemitismus einsetzen. Wer diese Veranstaltungen nachhören möchte, kann das unter diesem Link tun.

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SQ001: Luxuskommunismus – Zur linken Debatte um Technik und Fortschritt http://cosmonautilus.blogsport.de/2018/08/03/sq001-luxuskommunismus-zur-linken-debatte-um-technik-und-fortschritt/ http://cosmonautilus.blogsport.de/2018/08/03/sq001-luxuskommunismus-zur-linken-debatte-um-technik-und-fortschritt/#comments Fri, 03 Aug 2018 15:43:48 +0000 cosmonautilus Arbeit, Kapitalismus & Krise http://cosmonautilus.blogsport.de/2018/08/03/sq001-luxuskommunismus-zur-linken-debatte-um-technik-und-fortschritt/ Mit einem neuen Podcast-Projekt haben wir uns vorgenommen, zukünftig in unregelmäßigen Abständen aktuelle linke Debatten in Form kurzer Hörspiele bzw. Podcasts aufzuarbeiten. In der ersten Auflage beschäftigen wir uns mit der linken Debatte um Technik und Fortschritt: Kapitalistisches Teufelszeug oder die Grundlage für die befreite Gesellschaft? In einer Berliner WG-Küche erwischen wir Mila, Arthur und ihre Mitbewohner*innen, die ganz unterschiedliche Standpunkte dazu vertreten und sich darüber streiten, was Luxus und Technik mit unserer Gesellschaft machen.

Das „Drehbuch“ zum Hörspiel ist hier zu finden.

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Praktischer Antinationalismus in Fußballzeiten! http://cosmonautilus.blogsport.de/2018/06/14/praktischer-antinationalismus-in-fussballzeiten/ http://cosmonautilus.blogsport.de/2018/06/14/praktischer-antinationalismus-in-fussballzeiten/#comments Wed, 13 Jun 2018 23:00:04 +0000 cosmonautilus Praxis Antinationalismus http://cosmonautilus.blogsport.de/2018/06/14/praktischer-antinationalismus-in-fussballzeiten/

Aus gegebenem Anlass hier wieder der Hinweis auf eine jahrelange, leider offenbar noch immer notwendige Tradition: Die Capture-the-Flag-Saison wurde eröffnet! Pünktlich zur Männer-Fußball-WM darf sich der Nationalismus wieder frei Bahn brechen und quillt aus allen deutschen Poren. Er sprießt auch in Form von Fähnchen, Wimpelketten und allerhand anderem schwarz-rot-gelbem Unsinn auf Autodächern, von Balkonen und an den Supermarktkassen.
Als kleinen Leitfaden zur Intervention in solchen Situationen haben wir die Broschüre „Deutschland knicken“ herausgegeben. Sie zeigt nicht nur, was der schwarz-rot-goldene Flaggen-Taumel anlässlich der EM und WM mit Nationalismus zu tun hat, sondern soll vor allem zu Spiel & Spaß bei der Befreiung des öffentlichen Raums von Nationalfähnchen anregen und gibt wertvolle Basteltipps, was sich mit den erbeuteten Stoffen alles anfangen lässt. In gedruckter Version ist die Broschüre leider vergriffen, aber weiter in digitaler PDF-Version verfügbar:

» Hier geht’s lang zur Deutschland-Knicken-Broschüre. Ihr könnt euch die Broschüre auch auf der Webseite der linksjugend [’solid] zuschicken lassen!

Außerdem noch ein Angebot zur Aufklärung unverbesserlicher Autobesitzer*innen: Der Autofahnen-Ersatzflyer. Fleißige Sammler*innen sollten ihn als kleine Nachricht hinterlassen, um möglicherweise einen Denkprozess anzuregen und zu erklären, warum Nationalfahnen nicht lustig sind.

» Zu den Kopiervorlagen der Autofähnchen-Ersatzflyer geht’s hier entlang.

Also ran ans jagen und sammeln!
Deutschland knicken!

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Muße statt Maloche http://cosmonautilus.blogsport.de/2018/01/11/musse-statt-maloche/ http://cosmonautilus.blogsport.de/2018/01/11/musse-statt-maloche/#comments Thu, 11 Jan 2018 18:11:59 +0000 cosmonautilus Arbeit, Kapitalismus & Krise http://cosmonautilus.blogsport.de/2018/01/11/musse-statt-maloche/ Sticker mit Text: Arbeit nervt? Attest und chill...</p>
<p>Das kennen alle: Keine Lust um 7 aufzustehen, Bock mit Freundinnen wegzufahren<br />
oder einfach mal abzuschalten, statt zu arbeiten. Wenn man sich jetzt nur ein paar Tage<br />
freinehmen könnte, ohne dass sie gleich vom Urlaub abgezogen werden…</p>
<p>Deine Lebenszeit ist wichtiger, als die Profite deines Unternehmens! </p>
<p>Lass dich einfach krankschreiben: Eine Sehnenscheidenentzündung, Darmgrippe oder<br />
Migräne kannst du ganz einfach bei der Ärztin vortäuschen, um ein Attest und damit deine Zeit zurück zu bekommen!</p>
<p>Muße statt Maloche! ¯\_(ツ)_/¯

Mal früher nach Hause gehen von der Arbeit wegen starken Kopfschmerzen ist wirklich kein großes Ding. Niemand im Betrieb wird das in Frage stellen, ob das mit den Kopfschmerzen nun wirklich stimmt oder nicht. Aufwendiger wird es, wenn du gerne mehrere Tage frei haben möchtest, denn dann steht ein Arztbesuch an um ein Attest zu bekommen. Aber auch das ist kein all zu großes Hinderniss, ein Attest für ein paar Tage wird schnell ausgestellt.

Möchtest du etwa den Rest der Woche krank machen und dir ein langes Wochenende gönnen, ist eine Magen-Darm-Grippe eine gute Möglichkeit. Solange du etwas blass bist, der Ärztin etwas von Durchfall und Erbrechen erzählst bist du auf der sicheren Seite. Geb noch an, dass du dir nicht erklären kannst, wo das her kommt, und, dass du Schwindelgefühle und Probleme dich auf den Beinen zu halten hast, und alles deutet auf eine Infektion hin. Schon bist du für gute 3 Tage krankgeschrieben ohne dich weiteren Untersuchungen unterziehen zu müssen.

Auch ein Attest für längere Zeit zu bekommen ist kein Problem. Hast du etwa einen Bürojob, ist eine Sehnenscheidenentzündung ideal, denn sie kaum zu erkennen durch den Arzt. Geb an, dass du beim Bewegen deiner Finger einen starken Schmerz spürst. Auf die Frage, wo genau der Schmerz ist, zeigst du auf die Innenseite deines Unterarmes, kurz oberhalb des Handgelenks, und schon ist die Sache eindeutig für deinen Arzt. Auch eventuelle Röntgenbilder oder Blutuntersuchungen können nicht das Gegenteil beweisen. Und schon hast du ein Attest für mindestens 2 Wochen, denn am Computer sitzen kannst du so natürlich nicht!

Hast du keinen Bürojob, ist eine Magenschleimhautentzündung eine ähnlich gute Option um mindestens 2 Wochen krankgeschrieben zu werden. Stress ist eine der Hauptursachen, sie äußert sich durch Übelkeit, Appetitlosigkeit, Aufstoßen und einen unangenehmen Geschmack im Mund. Nach Beschreibung dieser Symptome wird deine Hausärztin vermutlich deinen Bauch abtasten, wobei du Schmerzen im Oberbauch empfindest. Dann ist die Sache in der Regel erledigt und du hast deine 2-3 Wochen erreicht. Das ganze kannst du auch nochmal verlängern, jedoch musst du dann eine Magenspiegelung über dich ergehen lassen. Auch wenn die Ärzting hierbei nichts finden, solange du noch die gleichen Symptome beschreibst, wirst du erneut krank geschrieben werden.

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Die Massen der LL(L)-Demo einmal tatsächlich durchgezählt http://cosmonautilus.blogsport.de/2017/01/15/die-massen-der-lll-demo-einmal-tatsaechlich-durchgezaehlt/ http://cosmonautilus.blogsport.de/2017/01/15/die-massen-der-lll-demo-einmal-tatsaechlich-durchgezaehlt/#comments Sun, 15 Jan 2017 20:48:52 +0000 cosmonautilus Kritik http://cosmonautilus.blogsport.de/2017/01/15/die-massen-der-lll-demo-einmal-tatsaechlich-durchgezaehlt/

Die alljährliche Luxemburg-Liebknecht-(Lenin-)Demo in Berlin ist nicht nur legendär, was das Schaulaufen unterschiedlichster K-Gruppen angeht, sondern auch was die ausgegebenen Teilnehmer*innenzahlen betrifft. Handelte es sich dabei nach der Wende noch um eine eindrucksvolle Demonstration, die den größten Teil der Linken im Gedenken an die ermordeten Luxemburg und Liebknecht und die Gefallenen des Spartakusaufstands von 1919 vereinen konnte, schreckten über die Jahre vor allem der zur Schau getragene Pathos, Stalinismus und Querfront-Tendenzen immer mehr Linke von einer Teilnahme ab. Diese Entwicklung wird vom Demo-Bündnis jedoch so hartnäckig ausgeblendet, dass es sich zu einem regelrechten Kuriosum entwickelt hat. So wird sich nicht nur geweigert, die sinkende Teilnehmer*innenzahl einzuräumen, sondern unbeschwert ein Zuwachs verkündet.

Die offiziell vom Bündnis herausgegebenen Zahlen der letzten Jahre lauten dementsprechend:

    2013 – 10.000
    2014 – 12.000
    2015 – 13.000
    2016 – 14.000

Die Angaben von Medien und Polizei weichen von diesen Fantasiezahlen enorm ab. Da wir bei dieser Frage aber weder Medien und erst recht nicht der Polizei vertrauen, haben wir uns vor allem aus Neugier in diesem Jahr daran gemacht, die tatsächliche Größe der Demo herauszufinden, indem wir sie schlicht gezählt haben. Methodisches Vorbild war dabei die Forschungsgruppe „Durchgezählt“ aus Leipzig, die sich seit einigen Jahren mit quantitativer Statistik größerer Veranstaltungen beschäftigt. Damit auch alle anderen etwas davon haben, wollen wir unser Ergebnis veröffentlichen. Und da wir natürlich nicht erwarten, dass uns vorbehaltlos geglaubt wird, versuchen wir die Zählung nachvollziehbar und transparent zu machen.

Die Methode

In einer ersten und zuverlässigeren Zählung haben wir uns eng an die Methode von „Durchzählt“ gehalten: Dabei zählten wir auf einem von oben aufgenommenen Video des gesamten Demozugs einzeln alle Personen, die eine bestimmte, durchs Bild gelegte „Schranke“ durchlaufen. Eine besondere Herausforderung der LL(L)-Demo stellt ihr Heer an Fahnen dar, sodass diese Methode mit bewegten Bildern eine bessere Orientierung bietet, Menschen auch vor oder nach dem Durchschreiten der „Schranke“ hinter solchen „Schwenkelementen“ auszumachen. Das Video des Demozugs entstand auf Höhe des S- und U-Bahnhofs Frankfurter Allee, an dem die Demo 23 Minuten lang vorbeizog.

Um die Zählung besser nachvollziehbar zu machen, haben wir zur Dokumentation der Größenordnung des Ergebnisses außerdem noch eine zweite Methode angewendet. Dafür haben wir Bilder des Videos zusammengeschnitten, um die Demonstration in ihrer kompletten Länge abzubilden und anschließend alle Teilnehmer*innen mit einer Zahl zu markieren.

Lenin - noch immer auf dem Fronttranspi.
Lenin - noch immer auf dem Fronttranspi.
Ruhm und Ehre - Jugendwiderstand in seinem Element.
Die Flagge der Volksrepublik Donezk (Ostukraine).

Durch die Verwendung von Standbildern und die Fahnenproblematik ergibt diese Methode jedoch ein ungenaueres Ergebnis.

Das Ergebnis

Das Ergebnis unserer ersten und zuverlässigeren Methode ergibt eine Zahl von 3.390 Demonstrationsteilnehmer*innen auf der LL(L)-Demo 2017. Der Mitschnitt des Demozugs, aus dem dieser Wert ermittelt wurde, ist hier hochgeladen.

Die zweite Methode bestätigt die Größenordnung mit einem Ergebnis von 3.260 – das Panorama dazu gibt es hier (Achtung, extrem breit. Anm.: Bedingt durch die Panoramamethode befanden sich hier teilweise Personen mehrfach im Bild – vor allem die Photograph*innen auf der Mittelinsel – daher sind nicht immer alle Personen markiert. Demoteile auf Bildern, die sich überlappen sind entsprechend ausgegraut).

Außerdem interessant war für uns das Größenverhältnis der Blöcke auf der Demonstration. Im Frontblock fanden sich 400 Teilnehmer*innen zusammen, danach folgten der Antimil-Block mit 500 und der DKP-Block mit 450 Menschen. Der Antifa-Block fiel demgegenüber klein aus mit 250 Teilnehmer*innen. Auf die unterschiedlichen Blöcke der K-Gruppen gegen Ende der Demo verteilten sich etwa 1.000 Menschen von MLPD, TKIP, KPD/ML, trotzkistischen Parteien bis zu den völkischen Maoist*innen vom Jugendwiderstand und andere stramme Miniblöcke.

Nach Angabe der Veranstalter*innen hat die Zahl der Teilnehmer*innen der LL(L)-Demo auch in diesem Jahr wieder das Plansoll erfüllt: Sie sprechen mit 10.000 Personen erneut von einer fünfstelligen Zahl, liegen damit um etwa das Dreifache daneben und reihen sich weiterhin nicht nur ideologisch, sondern auch methodisch in die ungebrochene Tradition der DDR ein.

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Luke Cage: Rechtschaffende Cops und ein kugelsicherer Schwarzer http://cosmonautilus.blogsport.de/2016/11/11/luke-cage-rechtschaffende-cops-und-ein-kugelsicherer-schwarzer/ http://cosmonautilus.blogsport.de/2016/11/11/luke-cage-rechtschaffende-cops-und-ein-kugelsicherer-schwarzer/#comments Fri, 11 Nov 2016 03:10:26 +0000 z9 Film & Popkultur Antirassismus Law & Order http://cosmonautilus.blogsport.de/2016/11/11/luke-cage-rechtschaffende-cops-und-ein-kugelsicherer-schwarzer/ Luke Cage - PLakat mit dem Zitat
Diese Kritik beinhaltet Spoiler, die jedoch auf das absolut nötigste beschränkt werden. Relevante Elemente der Handlung werden nicht verraten und genügend Details verschwiegen um keine Plot-Twists zu verraten.

Der kugelsichere Schwarze
Luke Cage ist nicht der erste schwarze Superheld auf der Leinwand. Ihm kam mit knappem Vorsprung Black Panther zuvor, der schwarze König des afrikanischen Lands Wakanda, der seit dem dritten Teil von Captain America „Civil War“ die Avengers vervollständigt.

Als Afroamerikaner aus Harlem, samt Hoodie, hat Luke Cage trotzdem für große Aufregung gesorgt. In dem traditionell schwarzen Problemviertel von Manhattan steht er mit seiner Kapuze als Ikone der hochaktuellen Black Lives Matter-Bewegung, weil seine Superkraft ausgerechnet aus seiner Kugelsicherheit besteht. Den Produzent*innen ist dies durchaus bewusst und obwohl das Original-Comic kaum politisch ist – abseits von der Tatsache der Hautfarbe des Helden – wird die politische Brisanz betont und angenommen. Entsprechend begeistert wird die Serie von Medien und Publikum aufgenommen. Kommentator*innen und Kritiker*innen loben die politische Ausgestaltung der Serie und den Stellenwert, den schwarze Kultur und schwarze Probleme in der Serie einnehmen. Rolling Stones betitelt Luke Cage als „Black Lives Matter Superhero“. Allein die Inszenierung der Serie im Sinne des Themas Polizeigewalt gegen Schwarze ist ein erstaunlicher Beitrag zum Diskurs in den USA.

Die Serie bietet einige positive Überraschungen, doch es gibt leider auch einiges zu mäkeln.

Bad Neighborhood
Bemerkenswert ist, dass Kriminalität im Harlem von Luke Cage nicht nur einfach Alltag ist, sondern augenscheinlich jede*r tief darin verwickelt ist. Alle Charaktere sind entweder aktive Gangster*innen oder können zumindest eine kriminelle Karriere oder wenigestens einen Knastaufenthalt vorweisen. Der Hauptprotagonist bildet da keine Ausnahme. Die Kriminalität reicht dabei vom scharzen Straßendealer hoch bis zur scharzen Politikerin. In Harlem ist niemand unschuldig oder Zivilist*in. Das hinterlässt einen sehr verdächtigen Geschmack, so sehr entspricht diese Zeichnung der Phantasievorstellung des durchschnittlichen Ku-Kluxers. Gleichzeitig schafft dieses Setting aber eine bemerkenswerte Welt, in der Kriminalität so sehr zum Alltag gehört, dass sie zur Normalität wird, ihren rechtsstaatlichen Makel zum größten Teil einbüßt und die Zuschauer*in sich schnell schulterzuckend damit arrangiert. Da wird der bewaffnete Raubüberfall schnell zum Kavaliersdelikt.
Auch Luke Cage hebt sich in dieser Welt auffällig von seinen Superhero-Kolleg*innen ab. Statt wie Spiderman die Omi vor dem Handtaschendieb zu retten oder wie Batman dem Bankräuber das Gesicht einzuschlagen, kümmert er sich nicht weiter um die Kleinkriminellen, sondern widmet seine Superkräfte einer rein persönlichen Vendetta gegen den lokalen Mafiaboss. Dank unbesiegbarer Muskelkraft und undurchdringlicher Haut kann er dabei mit einer so sorglosen Gelassenheit vorgehen, dass er es nicht mal nötig hat, zur Strecke gebrachte Handlanger der Polizei auszuliefern, sondern sie mit einem Schrecken nach Hause schickt. Von der typischen Gesellschafts-Reinigungswut und Law-and-Order-Mentalität des typischen Superhelden ist hier nichts zu finden.

In diesem Sinne knüpft die Serie unmittelbar an die fragwürdige schwarze Gangster-Identität in Amerika an, am besten repräsentiert durch die endlose Reihe von Gangster-Rappern, die der schwarzen Jugend von Drogengeschäften und Gang-Schießereien vorschwärmen. Der positive Bezug auf Kriminalität wird glaubwürdig aufgegriffen und fortgesponnen und in diesem Sinne ist die Serie mutig, weil sie sich so in die Lage versetzt diese Kultur der Kriminalität empathisch und von innen Stück für Stück in Frage zu stellen, statt aus Angst vor dem Befeuern rassistischer Diskurse davor zurückzuschrecken. Die „Kids von der Straße holen“, also ihnen eine andere Perspektive durch gutes Vorbild und eine andere Kultur zu bieten, ist auch die Mission des rustikalen Friseurladens von Luke Cages sympathischem Mentor Pop.

Die Serie setzt diese Form des Muts (oder Leichtsinns?) auch beim Thema des Aufwachsens mit alleinerziehenden Müttern ein. Viele Charaktere haben ihre Väter nicht kennen gelernt, weil diese die Familie verlassen haben, umgekommen sind oder ihr Leben hinter Gittern verbringen. Die Erzählung, dass schwarze Männer ihre Familien verlassen, ist ein feststehendes Narrativ von Rassist*innen in den USA. Gleichzeitig offenbaren Statistiken eine tatsächlich enorme Zahl von alleinerziehenden Müttern in scharzen Communitys. Die Serie geht auch hier das Risiko ein, rassistische Stereotype zu fördern, um das Problem zu thematisieren und vorsichtig auf einen Kulturwandel zu drängen.

Mit dem rein scharzen/PoC- Cast und dem scharzen Regisseur und Drehbuchautor Cheo Hodari Coker mutet die Serie so an wie ein ungezwungener innerschwarzer kultureller Diskurs, jedoch eben unter den wachen Augen der rassistischen Mehrheitsgesellschaft.

Rechtschaffende Cops
Dass alle in Luke Cages Harlem kriminell sind, stimmt jedoch nicht ganz. Gänzlich auf einsamem Posten, ein Fels in der Brandung der Alltagskriminalität steht die Polizei und geht beflissen ihrer Arbeit nach. Die Gleichgültigkeit gegenüber der Kriminalität, die sich bei der Zuschauer*in bereits eingeschlichen hat, ist bei der Harlemer Polizei bereits zum Credo geworden. Kleinere Delikte werden mit einem Schulterzucken hingenommen und sich auf die wichtige, tatsächliche Kriminalität konzentriert. Unterhalb von Mord und Waffenschmuggel steigt die Harlemer Polizei gar nicht erst ins Auto.

Bei der Polizei wird es jedoch spannend. Die allseits bejubelte Politisierung des Luke Cage-Franchise vom kugelsicheren Schwarzen Mann mit dem Hoodie entbrennt sich an der Frage, wann die Polizei nun anfängt auf ihn zu schießen. Ist Luke Cage der einzige Schwarze, der dank Diamant-Haut unbesorgt durch die New Yorker Straßen wandeln kann, ohne Angst vor dem berüchtigten „Warnschuss in den Rücken“ von einem schießwütigen, rassistischen Cop haben zu müssen?

Wir werden es nicht erfahren, denn rassistische, schießwütige Cops gibt es in Harlem keine. Zwar spitzt sich der Konflikt zwischen dem selbsternannten Rächer und den Gesetzeshütern immer weiter zu, bis hin zu dem Punkt, an dem Luke tatsächlich um sein Leben fürchten muss, wenn die Polizei sich mit speziellen Anti-Luke-Cage-Kugeln aufmunitioniert. Doch weder wird von diesen Kugeln Gebrauch gemacht, noch geht der Konflikt überhaupt auf die Mordlüsternheit der Polizei zurück, sondern muss erst künstlich von Luke Cages (schwarzem) Widersacher inszeniert werden. Würde dieser Luke Cage nicht zur Bedrohung für Leib und Leben gewissenhafter Polizist*innen verklären, gäbe es ein harmonisches Nebeneinander von Polizist*innen und schwarzen Männern mit Kapuzenpullis.

Drei Jahre seit der Black Lives Matter-Bewegung ist Hollywood immer noch felsenfest von der Makellosigkeit der Polizei überzeugt. Selbst der einzelne korrupte Cop tötet nicht aus Rassismus oder Brutalität, sondern der mit Gewissensbissen geplagte Auftragsmörder der Mafia. Die Serie reiht sich damit ein in die endlose Reihe von Kulturprodukten, die die Polizei als Gewalt- und Repressionsorgan verharmlosen und versuchen, tiefe Empathie mit den Polizist*innen zu wecken. Durch und durch aufrichtige Polizist*innen unter den eifersüchtigen Argus-Augen der Öffentlichkeit, eingezwängt in ein Korsett an Vorschriften und Einschränkungen, die ihre Arbeit verunmöglichen, sind durchweg die Held*innen amerikanischer Filme (von deutschen mal ganz zu schweigen). Korruption, also der Verstoß gegen Polizei-Ehre und -mission, der Verrat am Staat, ist da das Höchste der zugestandenen Charakterschwäche. Für Rassismus, Gewaltgeilheit, autoritäre Sehnsucht und antidemokratische Überzeugungen ist in dieser Bilderbuchpolizei kein Platz. Dazu kommt die zunehmende Enthemmung der Film-Polizist*innen in Film und Fernsehen: Illegale Überwachung, Folter und Regelübertritte im Sinne der guten Sache werden von Film zu Film selbstverständlicher. Letzterem bietet die Serie jedoch immerhin keinen Vorschub. Die Aufrüstung der Polizei wird etwa (aus pragmatischen Gründen) problematisiert.

Die politische Brisanz der Polizeigewalt-Thematik versteckt sich in der Serie so nur noch in zarten Andeutungen, wie der Feststellung einer Polizistin(!), dass sie durchaus Verständnis dafür habe, wenn ein schwarzer Mann vor der Polizei davonläuft, selbst wenn er unschuldig ist. Zum Ende hin nimmt die politische Dimension unvermittelt an Fahrt auf. Die Verfolgung von Cage durch die Polizei sorgt für eine berauschende Solidarisierungswelle in der schwarzen Bevölkerung von Harlem, die sich schützend vor ihren Helden stellen. Der Hoodie wird analog zur Black Lives Matter-Bewegung zum Symbol des Widerstands gegen eine Polizeiwillkür, die aber tatsächlich nur ein großes Missverständnis ist. Der Black Pride kulminiert in einem Gastauftritt des Rappers Method Man (Wu-Tang-Clan), der einen Soli-Rap für Luke Cage hinlegt.

Postrassistische Gesellschaft
Dabei beschränkt sich die heile Welt nicht nur auf die Polizei. Das gesellschaftliche Phänomen Rassismus ist in der Serie schlichtweg unbekannt. Luke hat sich nicht mit rassistischen Sprüchen herumzuschlagen, muss sich keine Sorgen darum machen, dass rassistische Schläger*innen seinen Freund*innen auflauern, die gebannte Öffentlichkeit verliert kein Sterbenswörtchen über die Hautfarbe des Superhelden und um Diskriminierung bei der Job- oder Wohnungssuche macht sich niemand Gedanken. Soviel Utopie könnte zu Hochgefühlen rühren, wäre Harlem nicht trotzdem so hässlich. Armut, Knast und Gewalt prägen den Alltag der geplagten schwarzen Bevölkerung. Durch das völlige Fehlen von Rassismus erscheinen diese Zustände jedoch naturgegeben, eine Emanzipationsperspektive kann gleich gar nicht aufscheinen. Warum die Menschen in diesem Viertel arm sind, wieso sie lieber die kriminelle Karriere statt einen regulären Job suchen, lässt die Zuschauer*in ratlos zurück. Ist es am Ende einfach die Kultur der Schwarzen?

Wo sind die Weißen?
Bild vom Main-Cast der Serie mit 6 schwarzen oder hispanischen Schauspieler*innen
Eine bemerkenswerte Randnotiz der Entstehung des Horrofilms „Silent Hill“ von 2006 ist die Zurückweisung des ersten Skripts mit der kurzen Begründung „there are no men!“. Der Film kam mit seinen beiden weiblichen Hauptcharakteren und den beiden Antagonistinnen tatsächlich ganz ohne Männerrollen aus. Während Filme ohne Frauenrollen keine besondere Aufmerksamkeit erwecken, konnten diese Umstände andersherum nicht geduldet werden. Regisseur Christophe Gans musste zwei völlig überflüssige männliche Hauptrollen in den Film einbauen, um das Okay vom Produzenten zu bekommen.

Dieses Schicksal musste die Serie Luke Cage ganz offenbar nicht erleiden: Nicht im Sinne der Geschlechterbesetzung, sondern der Hautfarbe. Weiße Charaktere kommen – bis auf eine kleine Ausnahme – nicht vor. Hellere Hautfarben werden höchstens von asiatischstämmigen Amerikaner*innen und Hispanics in den Film getragen und auch diese kann man mit der Lupe suchen. Würde man einen Bechdel-Test über Nicht-Schwarze anwenden, würde die Serie komplett durchfallen. So sind Gespräche zwischen vier schwarzen Charakteren völlig normal und fallen kaum mehr auf. Auch der Anteil an Frauen ist vorbildlich. Am sinnbildlichsten steht eine Szene, in der die schwarze Polizei-Detective Misty mit ihren beiden weiblichen, schwarzen Vorgesetzten über Verbrechensbekämpfung diskutiert. In einer Zeit, in der schwarze Charaktere in Film und Fernsehen immer noch den Eindruck erwecken, als würden sie nur quotenmäßig Platz finden, ist das eine augenöffnende Erfahrung.

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Die Mauer muss weg! – Antirassistische Broschüre http://cosmonautilus.blogsport.de/2016/08/21/die-mauer-muss-weg-antirassistische-broschuere/ http://cosmonautilus.blogsport.de/2016/08/21/die-mauer-muss-weg-antirassistische-broschuere/#comments Sun, 21 Aug 2016 10:16:43 +0000 cosmonautilus Antirassismus http://cosmonautilus.blogsport.de/2016/08/21/die-mauer-muss-weg-antirassistische-broschuere/ Warum eine Welt ohne Grenzen möglich istDemonstrant*innen halten ein Transparent

Die sogenannte „Flüchtlings-Krise“ hält die deutsche Politik in Atem. Millionen Menschen auf der Welt suchen Schutz vor Krieg, Armut und Verfolgung. Doch anstatt auf diese Not zu reagieren, wird in Deutschlands Talkshows und an den Stammtischen der Untergang der Nation beschworen, während die Regierung beschwichtigt: „Wir schaffen das!“. Welche Bedrohung stellen die Geflüchteten für die deutsche Gesellschaft dar? Was wird passieren, wenn wir es „nicht schaffen“?

In einer Broschüre nehmen wir uns der zahlreichen Vorwände, Ausreden und Ängste an, die darauf gerichtet sind Flüchtlingen in Deutschland eine Zuflucht zu verwehren. Auf 26 Seiten argumentieren wir, warum von Flüchtlingen keine Bedrohung für die Gesellschaft ausgeht und dass die sogenannten Ängste nicht nur keine reale Grundlage haben, sondern meist auch von Rassismus geleitet werden. Mit dieser Broschüre möchten wir für eine Welt ohne Grenzen und das Recht auf Bewegungsfreiheit werben. So erklären wir auch, warum es überhaupt nicht so abwegig ist, Menschen da leben zu lassen, wo sie sich sicher und wohl fühlen und warum eine solche Welt für uns alle ein besserer Ort wäre.

Die Broschüre findet ihr sowohl hier im PDF-Format zum Herunterladen, als auch hier in einer Web-Version zum Anschauen.

Falls ihr die Broschüre gut findet und gerne in Papier-Form in den Händen halten oder sogar verteilen wollt, könnt ihr sie euch auch von uns gern zuschicken lassen. Schreibt uns dafür einfach eine E-Mail an cosmonautilus@riseup.net.

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…und wieder heißt es: Deutschland knicken! http://cosmonautilus.blogsport.de/2016/06/03/und-wieder-heisst-es-deutschland-knicken/ http://cosmonautilus.blogsport.de/2016/06/03/und-wieder-heisst-es-deutschland-knicken/#comments Fri, 03 Jun 2016 19:51:57 +0000 cosmonautilus Antinationalismus http://cosmonautilus.blogsport.de/2016/06/03/und-wieder-heisst-es-deutschland-knicken/

Aus gegebenem Anlass hier wieder der Hinweis auf eine jahrelange, leider offenbar noch immer notwendige Tradition: Die Capture-the-Flag-Saison wurde eröffnet! Pünktlich zur Männer-Fußball-EM darf sich der Nationalismus wieder frei Bahn brechen und quillt aus allen deutschen Poren. Er sprießt auch in Form von Fähnchen, Wimpelketten und allerhand anderem schwarz-rot-gelbem Unsinn auf Autodächern, von Balkonen und an den Supermarktkassen.
Als kleinen Leitfaden zur Intervention in solchen Situationen haben wir die Broschüre „Deutschland knicken“ herausgegeben. Sie zeigt nicht nur, was der schwarz-rot-goldene Flaggen-Taumel anlässlich der EM und WM mit Nationalismus zu tun hat, sondern soll vor allem zu Spiel & Spaß bei der Befreiung des öffentlichen Raums von Nationalfähnchen anregen und gibt wertvolle Basteltipps, was sich mit den erbeuteten Stoffen alles anfangen lässt. In gedruckter Version ist die Broschüre leider vergriffen, aber weiter in digitaler PDF-Version verfügbar:

» Hier geht’s lang zur Deutschland-Knicken-Broschüre.

Außerdem noch ein Angebot zur Aufklärung unverbesserlicher Autobesitzer*innen: Der Autofahnen-Ersatzflyer. Fleißige Sammler*innen sollten ihn als kleine Nachricht hinterlassen, um möglicherweise einen Denkprozess anzuregen und zu erklären, warum Nationalfahnen nicht lustig sind.

» Zu den Kopiervorlagen der Autofähnchen-Ersatzflyer geht’s hier entlang.

Also ran ans jagen und sammeln!
Deutschland knicken!

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